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22.10.12 09:19 Alter: 208 Tage

GRABPFLEGE ZU ALLERHEILIGEN HAT TRADITION

ZWEI DRITTEL BESUCHEN ZU ALLERHEILIGEN DIE GRÄBER

Kategorie: Presseaussendung, Blumen, AMA-Seite

 


(Wien, 22. Oktober 2012) Zwei Drittel der Österreicher besuchen an Allerheiligen die Grabstätten der Familie, mehr als die Hälfte schmücken die Gräber für diesen Anlass. Das zeigt eine Umfrage der AMA-Marketing. Liebevoll ausgesuchte Pflanzen und Blumenschmuck zeigen die Verbundenheit mit den Verstorbenen.


Für 66 Prozent der Österreicher gehört ein Besuch am Familiengrab zur typischen Allerheiligentradition. 56 Prozent pflegen zu diesem Anlass die Ruhestätte ihrer Lieben mit Pflanzen und Blumen, genauso viele schmücken das Grab mit einem Allerheiligengesteck oder einem speziellen Blumenschmuck. Immerhin 22 Prozent der Befragten geben an, dass der Kirchgang für sie zu Allerheiligen gehört (siehe Chart). Das ergab eine österreichweite Befragung der AMA-Marketing von 1200 Haushalten im vergangenen November.


„Nicht nur rund um Allerheiligen zeigt ein persönlicher Blumengruß am Grab eines lieben Verstorbenen, dass die Erinnerung lebendig bleibt. Unsere Gärtner und Floristen fertigen einen individuellen Grabschmuck und bieten eine große Vielfalt an Pflanzen für die Gestaltung der letzten Ruhestätte unserer Verwandten“, erklärt Mag. Micaela Schantl, verantwortlich für die Blumenwerbung der AMA-Marketing. Auch wenn jetzt die Zeit der leuchtenden Chrysanthemen ist, wäre es schade, sich nur auf diese Form des Blumengrußes zu beschränken, denn die Pflanzenauswahl ist groß.


Die Sprache der Blumen
In kaum einem anderen Bereich spielen Symbole eine so große Rolle wie bei der Trauerfloristik und Grabbepflanzung. Symbolpflanzen haben einen über Jahrhunderte gewachsenen, kulturellen Wert und sprechen eine Sprache, die auch heute noch von vielen Menschen verstanden wird:

- Efeu oder Immergrün (Vinca) stehen symbolisch für Treue und Ewigkeit.
- Die Lilie ist das Symbol der Reinheit und der Hoffnung.
- Die Rose – insbesondere die rote – gilt als das Zeichen der Liebe schlechthin.
- Manche Blumen nennt man im Volksmund ganz direkt „Totenblumen", beispielsweise  Ringelblumen und Tagetes.
- Die Aster wird im Volksmund auch Allerseelenblume genannt.
- In Europa sind Buchsbaum, Zypresse, Taxus und Palme immer Totenbäume gewesen, ebenso sind Espe und Weide Symbole der Trauer. Die hängende Form mancher Bäume nennen die Gärtner Trauerform, am bekanntesten ist die Trauerweide.
- Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Rosmarin "die" Totenblume. Die deutschen Bauern trugen bei Begräbnissen einen Rosmarinzweig in der Hand.
- Frauenmantel und Mohn sind Sinnbilder des sanften Todes, wobei der Mohn im englischsprachigen Raum auch Symbol für das Gedenken an gefallene Soldaten ist. Dies geht zurück auf den Ersten Weltkrieg, in dem auf den frisch aufgeschütteten Hügeln der Soldatengräber als erstes der Klatschmohn zu blühen begann.
- Als "Marienblume" stehen Gänseblümchen für die Bescheidenheit, Golderdbeeren (Waldsteinia ternata) aufgrund ihres dreigeteilten Laubes für die Dreifaltigkeit.


Formen und Farben des Trauerschmuckes
Eine beliebte Symbolform für das Grab stellt der Kranz dar. Ein Blumenkranz, Grabkranz oder auch Trauerkranz ist auch heute noch selbstverständlich bei Begräbnissen. Er ist der letzte Ausläufer des Glaubens, der besagt, dass die Seele im Jenseits Trost brauche. Beim herbstlichen und winterlichen Grabschmuck zeigt man durch kunstvoll gebundene Kränze aus buntgefärbten Herbstblättern oder immergrünen Zweigen den Aspekt der Vergänglichkeit.
Auf den Gräbern findet man bei der blumenmäßigen Gestaltung oft ein Kreuz oder auch einen Fisch. Beide sind starke Zeichen des Christentums, manchmal aber auch das A und O als Symbol für Anfang und Ende. Ein Herz bedeutet auch hier Liebe und Zuneigung.
Farbenmäßig sticht Weiß für Friede und Reinheit hervor, Violett steht für die Kirche, Blau für die Treue, Schwarz für Trauer, Gelb für Wärme und Rot für die Liebe.


So hält der Grabschmuck lange Farbe und Frische
Grabschmuck aus Trockenmaterialien bleibt den ganzen Winter hindurch schön. Trockene Früchte oder Fruchtstände, immergrüne Gehölze, Zapfen und Moos bilden das langlebige Grundgerüst. Eriken, Heidekraut und andere robuste Herbstblüher sorgen dafür, dass das Gesteck für lange Zeit Farbe und Frische behält.

 

Rückfragen bitte an:
Mag. Micaela Schantl, AMA-Marketingmanagerin für Blumen
Tel.: 01/33151-417, E-Mail: micaela.schantl(at)ama.gv.at

DI Manuela Göll, Unternehmenskommunikation,
Tel. 01/33151-404, 0664/837 61 78, E-Mail: manuela.goell(at)ama.gv.at

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