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Lagerung

Käse – vom Lebensmittel zum Genussmittel

Käse ist ein lebendiges Naturprodukt und durch sein ständiges Weiterreifen ein sensibles Produkt. Entscheidend ist vor allem die Temperatur, denn ist es zu warm, reift der Käse zu schnell, ist es zu kalt, leidet das Aroma. Durch Kühllagerung wird der Reifungsvorgang zwar etwas langsamer vor sich gehen, gestoppt werden kann der Prozess aber nicht. Es hat dies aber auch den Vorteil, dass jeder den Käse, speziell Weichkäse, zu Hause noch etwas „nachreifen“ lassen und ihn zur Genussreife bringen kann.

Käse richtig lagern

Damit Käse zu Hause möglichst lange frisch und aromatisch bleibt, ist er am besten dort lange aufgehoben, wo es gleichmäßig kühl ist (8 bis 12 °C) – im Keller, einer Speisekammer oder im Kühlschrank. Ist es zu warm, beginnt der Käse zu schwitzen und trocknet leicht aus. In ihrem Kühlschrank fühlt sich Käse generell dort am wohlsten, wo es am wärmsten ist – ganz unten im Gemüsefach, in der Kühlschranktür oder im vorderen Bereich des obersten Faches. Achtung! Frischkäse sollte immer in den kühleren Teilen des Kühlschranks gelagert werden.

Auf die Verpackung kommt es an

Auf die richtige Verpackung sollte ebenso geachtet werden, denn sie schützt Käse vor Austrocknung, Fremdgerüchen und ungewollten Geschmacksveränderungen. Schnitt- und Hartkäse lagern Sie am besten in der Originalverpackung bzw. in eine Frischhaltefolie eingewickelt. Weichkäse sollte immer in der Originalverpackung aufbewahrt werden, denn durch die spezielle Folie kann der Käse atmen. Edle Blauschimmelkäse wickeln Sie am besten in Alufolie ein, damit er frisch und aromatisch bleibt.

Tipp: Käsebedarf für 2-3 Tage geschützt bei Zimmertemperatur lagern

Lagern Sie bei Raumtemperatur ein Stück Weich-, Schnitt- und Hartkäse für 2-3 Tage geschützt immer gut sichtbar unter einer Glocke. Käsefreunde genießen oft zwischendurch. Das ist nur möglich, wenn der Käse die Raumtemperatur angenommen hat und das volle Aroma entwickelt. Für unerwarteten Besuch haben Sie auch stets eine Delikatesse bereit. Frischkäse immer kühl lagern! Die einzelnen Käsesorten unter der Glocke müssen immer separat verpackt werden!

Worauf ist generell beim Lagern von Käse zu achten

  • Frischkäse immer kühl lagern. Weich-, Schnitt- und Hartkäse benötigen hohe Luftfeuchtigkeit und kühle Temperaturen während der Reifung. Zu Hause dann einfach gleichmäßig kühl bei                8–12 °C im Kühlschrank lagern. 2 Stunden vor dem Verzehr bei Raumtemperatur das Aroma entfalten lassen – garantiert mehr Käsegenuss.
  • Zu kühle Lagerung, Licht und Fremdgerüche schaden der Qualität und dem Geschmack.
  • Weich- und Frischkäse immer in der Originalverpackung lagern – Schnittflächen mit Alufolie bzw. Frischhaltefolie abdecken.
  • Schnitt- und Hartkäse in atmungsaktiver Frischhaltefolie
  • Edle Blau- und Grünschimmelkäse in Alufolie bzw. Originalverpackung
  • Käse muss stets verpackt sein, denn sonst drohen ihm Austrocknung, unerwünschte Schimmelbildungen und Annahme von Fremdgerüchen bzw. ist auch die Übertragung von Käsegeruch auf andere Lebensmittel möglich.
  • Temperaturschwankungen führen zu einer nassen Oberfläche des Käses und unerwünschten Schimmelbildung.
  • Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum – je eher dieses erreicht ist, desto mehr Garantie haben Sie einen optimal gelagerten Käse mit vollständiger Reifung zu erwerben. Käsegenuss fängt für viele erst nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum an.  

Tipp:

Käsesorten mit „natürlichem Mantel“ sind haltbarer als die rindenlosen Kollegen. Letztere verlangen nach einer „zweiten Haut“ wie Frischhaltefolie, Alufolie oder verschließbare Behälter aus Kunststoff oder Glas. Wenden Sie Käsestücke jeden zweiten Tag, damit diese überall gleichmäßig geschmeidig bleiben. Das bietet zusätzlichen Schutz vor einseitiger Austrocknung.