image slideshow

Geschichte 
Vom Glückssymbol und Opfertier zum Sonntagsbraten

"Das Schwein wird bei uns gewissermaßen verachet, aber trefflich genützt...", diese sehr ambivalente Haltung zum Sonntagsbratenlieferanten erkannte zu Beginn des 19. Jahrhunderts F.G. Zenker, Autor des Buches "Feinere Kochkunst".

Denn es dauerte bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts bis das Schweinefleisch in die Kochbücher aufgenommen wurde. Sehr verwunderlich eigentlich, wo doch das Essen von Schweinefleisch eine sehr lange Tradition in unserem Land hat. Begonnen hat alles heidnisch-kultisch, geworden ist daraus das "Sonntagsbratl".

Bei vielen alten Völkern war das Schwein ein Opfertier. Es war Symbol der Fruchtbarkeit und der Ernährung. Schon bald nahm auch die Kirche diese heidnische Haltung an und ein passender Schutzheiliger wurde gefunden: Antonius, schon bald "Fakentonius" genannt.

Trotz der Nützlichkeit des Schweines für das gemeine Volk dauerte es verhältnismäßig lange, bis das Schweinefleisch ausführlich in den Kochbüchern erwähnt wurde. Bis 1800 ist einzig das Spanferkel in vielen Kochbüchern zu finden. Vereinzelte Hinweise lassen jedoch darauf schließen, dass Schweinefleisch bereits im 18. Jahrhundert in bürgerlichen Küchen als Alltagsspeise auf den Tisch kam.

Warum Schweinefleisch schon sehr viel länger und vor allem sehr viel mehr geschätzt wurde, als in der Kochbuchliteratur abzulesen ist, liegt auf der Hand: Es war (und ist) preisgünstig, vielseitig, einfach zuzubereiten und gut zu konservieren.

Orientierungshilfen

Facebook - Links