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Kochwürste
haben ihren Namen von den vorgekochten teils auch gepökelten Rohstoffen, aus denen sie unter Zugabe von Kochsalz und Gewürzen hergestellt werden. Nach dem Abfüllen erhitzt man sie entweder im Wasserbad oder im Heißdampf, einige Sorten werden anschließend auch geräuchert. Diese Würste eignen sich immer dazu, neben Fleisch und Fett auch andere bei der Schlachtung anfallende Produkte, wie Innereien, Blut und Schwarten auf schmackhafte Art zu veredeln. Sorten, wie Sulzen, Blutwürste, Presskopf und Leberwürste, haben eine lange Tradition. Sie werden noch heute auch in Gläsern und Dosen eingekocht und sind für viele Städter der Inbegriff der ursprünglichen oder auch der bäuerlichen Wursterzeugung.
Heute wird das Rohmaterial für Kochwürste oft unter Vakuum in sogenannten Kochkuttern gleichzeitig gekocht und zerkleinert und die Wurstmasse in kaum einer Viertelstunde auf schonende Weise erzeugt. Ganz wie früher aber entsteht die Bindung zwischen den einzelnen Bestandteilen der Wurst: bei Streichwürsten wie Leberstreichwurst durch erstarrtes Fett, bei Sulzen durch Gelee oder Aspik und bei Blutwürsten durch das Bluteiweiß, das in der Hitze koaguliert. Im Gegensatz zu Brühwürsten bleiben Kochwürste deshalb beim Erhitzen nicht schnittfest, sondern zerfließen mehr oder weniger.

Zu den Kochwürsten gehören auch die Pasteten als feinere Verwandte. Sie werden auch einer speziellen Farce, bestehend aus Rindfleisch, Schweinefleisch und Kalbfleisch und Speck, ohne Stärke und eventuell mit Eiern und Obers hergestellt. Zusätzlich gibt es verschiedenste Einlagen.
Wie die meisten Kochwürste – Ausnahmen sind nur die stärker geräucherten Produkte – sind auch Pasteten leicht verderblich und sollten ganz frisch gegessen werden.
Streichfähige Kochwürste müssen relativ viel Fett (meist um 35 bis 40 Prozent) enthalten, sonst würden sie sowohl beim Abfüllen als auch auf dem Brot zerbröckeln. Fett spart man am besten durch das Weglassen von Aufstrichfett. Bei Blut- und Sulzwürsten ist der Fettgehalt abhängig von der Einlage sowie dem Anteil an Magerfleisch, Speck und Schwarten.







