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Zum Thema Allergie und Intoleranz:
Milcheiweißallergie ist nicht gleich Laktoseunverträglichkeit! Das sind zwei ganz unterschiedliche Dinge.
Milcheiweißallergie
Bei einer Milcheiweißallergie ist das Immunsystem aus dem Lot geraten und reagiert auf bestimmte Bestandteile des Eiweißes in der Milch so, als wären sie schädliche Substanzen, die es zu bekämpfen gilt. Durch diesen „Fehlalarm“ bildet der Organismus sogenannte Antikörper, die man im Blut nachweisen kann und die verschiedenste Symptome nach sich ziehen. Diese Symptome können von Person zu Person unterschiedlich sein. Eine Kuhmilchallergie tritt am häufigsten im Säuglings- und Kindesalter auf, wo die Durchlässigkeit der Darmwand noch größer ist. Das Gute: In ca. 70 % der Fälle verschwindet sie bis zum Schulalter von alleine wieder. Daher macht es Sinn, bei betroffenen Kindern den Allergietest in regelmäßigen Abständen (alle ein bis zwei Jahre) zu wiederholen. Eine Nahrungsmittelallergie, die erst im Erwachsenenalter auftritt, bleibt dagegen meist ein Leben lang bestehen. Bei einer Milcheiweißallergie müssen manche oder alle Milchprodukte gemieden werden, teilweise auch Milch anderer Tierarten (Schaf-, Ziegen- und Stutenmilch). Das hängt davon ab, auf welchen konkreten Eiweißbestandteil in der Milch das Immunsystem überreagiert.
Laktoseintoleranz
Eine Laktoseintoleranz (Unverträglichkeit von Milchzucker) ist eine Enzymschwäche. Jenes Enzym im Dünndarm (die Laktase), das den Milchzucker in seine beiden Bestandteile Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker) spaltet, arbeitet nicht mehr richtig oder fehlt gänzlich. Die Folge: Der Milchzucker kann nicht gespalten werden, dadurch können seine Bestandteile vom Körper nicht aufgenommen werden und die ungespaltene Laktose (Milchzucker) wandert in tiefere Darmabschnitte bis in den Dickdarm. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen der Wahrnehmung dieser Unverträglichkeit. Gelangen größere Mengen Milchzucker in den Dickdarm passiert Folgendes: Bakterien aus unserer Darmflora verwenden den Milchzucker als „Futter“. Sie bauen den Milchzucker ab und dabei entstehen als „Abfallprodukte“ Gase (Kohlendioxid, Methan, Wasserstoff), die zu Blähungen führen können. Gleichzeitig entstehen auch kurzkettige Fettsäuren, die wässrigen Stuhl verursachen.







