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Stichwörter - Glossar

Über Milch gibt es so viel Interessantes zu erzählen, dass man gar nicht aufhören möchte. Deshalb finden Sie hier noch einige interessante Stichwörter.

Opens internal link in current windowAcidophilusmilch

    Opens internal link in current windowMilcheiweiß

Opens internal link in current windowAllergie

    Opens internal link in current windowMilchsäure

Opens internal link in current windowBakterien

    Opens internal link in current windowMilchweiß

Opens internal link in current windowBeimpfen 

    Opens internal link in current windowMolke

Opens internal link in current windowEnzyme

    Opens internal link in current windowPräbiotisch

Opens internal link in current windowKefir

    Opens internal link in current windowProbiotisch

Opens internal link in current windowKeimzahl

    Opens internal link in current windowRahm

Opens internal link in current windowKühlkette

    Opens internal link in current windowSauermilch

Opens internal link in current windowLab

Acidophilusmilch:

Milch mit dem Zusatz von speziellen Acidophilus-Bakterien; sie können das natürliche Gleichgewicht der Darmflora und unseren Darm bei seiner Arbeit unterstützen.

 

Allergie:

Überschießende Abwehrreaktion des Körpers auf normalerweise problemlose Stoffe, wie etwa Pollen oder Lebensmittelbestandteile. Die Symptome können ganz unterschiedlich sein: Hautrötungen, Juckreiz, Niesattacken, Atem- oder Schluckbeschwerden. Allergiefachärzte können hier beraten. Wer an einer Milcheiweißallergie leidet, muss leider auf Milch und Milchprodukte verzichten.

 

Bakterien:

Winzig kleine Lebewesen, die sich eigentlich überall in unserer Umgebung sowie auch in unserem Körper (als Darmbakterien!) befinden. Die Darmflora verfügt über 1.000 Bakterienarten in einer Konzentration Zehn hoch Zwölf pro Milliliter. Wussten Sie, dass alle Darmbakterien zusammen etwa ein Kilogramm wiegen? Unterschiedliche Bakterien lieben sich nicht. Und weil das so ist, steigt der Mensch gut aus. Die funktionierende Darmflora schützt effektiv gegen die Ansiedlung schädlicher Bakterien. Das Immunsystem wird dadurch täglich trainiert.

 

Beimpfen:

Bedeutet, dass der Milch bestimmte Bakterien zugesetzt werden, um sie geschmacklich zu verändern bzw. neue Produkte entstehen zu lassen. Bestimmte Bakterien „erzeugen“ Joghurt und werden auch Starterkulturen genannt.

 

Enzyme:

Wirkstoffe, die etwa den Milchzucker (Laktose) im Darm aufspalten und so für den Menschen verwertbar machen. Das Enzym Laktase spaltet die Laktose in Glukose und Galaktose.

 

Kefir:

Dickflüssiges Milchgetränk, das Kohlensäure und ein wenig Alkohol (natürlicher Alkohol) enthält. Seinen Ursprung hat das Produkt im Kaukasus bzw. Tibet. Zur Herstellung werden der Milch Milchsäurebakterien sowie Hefen zugegeben, die eine Gärung bewirken. Kefir ist das einzige Milchprodukt, bei dem Hefen – wie z.B. beim Germteig – eingesetzt werden. Ähnlich wie bei der alkoholischen Gärung entstehen dadurch Spuren von natürlichem Alkohol.

 

Keimzahl:

Ist ein Maß für die „Sauberkeit“ der Milch. Dabei gibt man die Anzahl der Keime (Bakterien, Hefen,…) in einem Milliliter Milch an (= 1 ml, entspricht einem winzig kleinen Würfelchen mit einem Millimeter Kantenlänge!) Laut EU-Verordnung muss diese Zahl unter 100.000 pro ml Milch liegen.

Kühlkette:

Milch und Milchprodukte sind leicht verderblich. Sie müssen stets gekühlt werden. Bereits nach dem Melken am Bauernhof wird die Milch in einem Tank auf 6 °C gekühlt. Ob im Tankzug zur Molkerei, in der Molkerei, auf dem Weg von der Molkerei zum Supermarkt – stets muss diese Kühlung aufrecht erhalten bleiben – wie die Glieder einer Kette hängen die einzelnen Stationen von einander ab – daher auch die Bezeichnung „Kühlkette“. Sie darf nicht unterbrochen werden, sonst verdirbt das Lebensmittel leichter.

Lab:

Wirkstoff natürlich im Labmagen von Kälbern vorkommend. Ebenso bei Labkraut und anderen Pflanzen. Bringt Milch bereits in geringster Menge zum Gerinnen (ohne dass sie jedoch sauer wird, da dabei keine Milchsäure gebildet wird!): Ein Teil Lab auf 6.000 bis 600.000 Teile (!) Milch zeigt bereits Wirkung, ideale Temperatur dabei: 36 bis 37 °C (Körpertemperatur) Lab wird bei der Herstellung von Käse eingesetzt. Mehr als ein Drittel der Käseproduktion erfolgt noch immer mit Naturlab, das aus getrockneten und meist tief gefrorenen Kälbermägen gewonnen wird.

 

Milcheiweiß:

Milch enthält etwa 3,5 % Milcheiweiß, das heißt, von 100 Teilen Milch sind dreieinhalb Teile Eiweiß. Dieses Milcheiweiß ist ein wichtiger Baustoff von Muskeln und Gewebe sowie für Hormone und Enzyme. Eiweiß ist auch als tierisches Eiweiß in Eiern und Fleisch, als pfanzliches Eiweiß etwa in Bohnen und Soja enthalten.

 

Milchsäure:

Sie kommt beim Menschen im Schweiß, Blut, in den Nieren, in der Galle und im Speichel vor. Milchsäurebakterien können Zucker zu Milchsäure abbauen und spielen bei der Herstellung von Sauermilchprodukten (Sauerrahm, Sauermilch, Joghurt) eine wesentliche Rolle. Milchsäure wird auch als Zusatz in Lebensmitteln eingesetzt, etwa als Säuerungsmittel in Back- und Süßwaren, manchmal sogar auch in Limonaden. Sie wirkt konservierend.

 

Milchweiß:

Warum ist die Milch weiß? Verantwortlich sind Milchfett und das Kasein (Milcheiweiß). Die Fettkügelchen sowie das Protein reflektieren das einfallende weiße Licht fast zur Gänze.

 

Molke:

Nebenprodukt bei der Herstellung von Käse und Topfen. Liefert ernährungsphysiologisch wertvolles Eiweiß und der Milchzucker darin kann die Verdauung anregen. Ist in verschiedensten fruchtigen Geschmacksrichtungen im Handel erhältlich.

 

Präbiotisch:

Präbiotische Lebensmittel enthalten eine bestimmte Art von Ballaststoffen (unverdauliche Nahrungsbestandteile). Sie gelangen mit dem Speisebrei in die unteren Darmabschnitte. Dort sind sie Nahrung für die erwünschten „guten“ Darmbakterien, v.a. Bifi do- und Milchsäurebakterien. Durch den Genuss solcher präbiotischer Lebensmittel können sich die „guten“ Bakterien im Darm besser vermehren und unterstützen.

 

Probiotisch:

Probiotika sind spezielle Milchsäurebakterien (lat. pro bios – für das Leben). Diese Mikroorganismen vergären Zucker zu Milchsäure. Probiotische Bakterien überstehen, im Unterschied zu herkömmlichen Milchsäurebakterien, die Magensäure und Gallensalze zu einem größeren Anteil unbeschadet und kommen daher auch zu einem größeren Anteil lebend im Dickdarm an. Dort können sie die körpereigene Darmflora unterstützen. Da sich probiotische Mikroorganismen nicht dauerhaft in der Darmflora ansiedeln, müssen sie regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden.

 

Rahm:

Lässt man frisch gemolkene Milch stehen, setzt sich das Milchfett an der Oberfläche als Rahmschicht ab. Fett ist leichter als die restliche Milch, (die zum Großteil aus Wasser besteht!), daher schwimmt es auf der Milch. Früher wurde dieser Rahm abgeschöpft, um daraus Butter zu erzeugen. Heute erledigen das Maschinen, die die angelieferte Rohmilch in Magermilch und Milchfett, den Rahm, trennen. Wird der Rahm mit Bakterien gesäuert, entsteht Süßrahm (Schlagobers) und Sauerrahm.

 

Sauermilch:

Mit Bakterien gesäuerte Milch. Kann gut für unsere Verdauung und unser Abwehrsystem sein. Ist auch in mehreren Sorten und mit Fruchtzugabe erhältlich.

 

Orientierungshilfen

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