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Geschichtlicher Hintergrund

Die Erschließung Österreichs mit Käse
Österreich wurde durch die Nomadenvölker des Ostens (Sauerkäse) sowie über Griechenland, das römische Reich, die Schweiz, Italien, Deutschland und Frankreich mit Käse erschlossen. Österreichs Käsekultur unterlag zahlreichen Einflüssen – die Herstellung war lange eine familiäre Angelegenheit bzw. die von Klöstern, regional stark ausgeprägt, sowie mit klimatischen und kulturellen Gegebenheiten der Region verbunden.
Käse – eine der ältesten und genussvollsten Arten, Milch haltbar zu machen
Käse ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ess- und Genusskultur und gehört zu den ältesten Lebensmitteln der Menschheit. Ein Tempelfries von Ur, der Hauptstadt der Sumerer, beweist, dass Menschen die Kühe molken auch Käse herstellten. Niemand weiß, wie es genau passiert ist, als man vor rund 12. 000 Jahren dem Geheimnis der Milch auf die Spur kam. Eher durch Zufall wurde entdeckt, dass Milch gerinnt, steht sie nahe am Feuer oder lange in der Sonne. Klar ist: seitdem Kühe, Schafe und Ziegen gehalten werden, gibt es Käse. Eine sehr wahrscheinliche Variante ist diese: Als in getrockneten Kälbermägen Milch zur Nahrungsreserve auf Jagdzüge mitgenommen wurde, vermischte sich diese mit dem Enzym aus dem Kälbermagen, dem Lab. Noch heute bildet das Einmischen von Lab die Basis für die Käseherstellung. Heute wie damals teilt dieses Enzym die Milch in flüssige Molke und den topfenartigen, so genannten Käsebruch – das Rohmaterial für den Käse. Nomadenvölker aus dem Osten wussten, dass Käse nur langsam verdirbt. Diesen Vorteil nutzten sie für ihre langen, mühsamen Wanderungen. Zu unserem Glück! Sie brachten die Köstlichkeit nach Europa und verzückten Griechen und Römer mit neuen Gaumenfreuden. Mit gesalzenem, ungesalzenem, hartem und weichem Käse wurde im Imperium Romanum reger Handel betrieben, auch mit den Germanen. Im Mittelalter pflegten besonders die Klöster die Kunst der Käserei, verfeinerten die Methoden der Käseherstellung und ernteten dafür viel Ruhm.
König Karl der Große von Frankreich war ein absoluter Käseliebhaber. Er bestand darauf, dass jedes Jahr zu Weihnachten zwei Maultierladungen Roqueforde auf sein Schloss geliefert wurden.
Käseanekdote:
Bei einer Expedition zum Südpol 1956 wurde eine Dose Edamer gefunden, die Scott und seine Crew 1912 zurückgelassen hatten. Der Käse war immer noch genießbar!
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