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Die „papas“ der Inkas
Die Geschichte der Kartoffel beginnt in den Anden, im heutigen Peru und Bolivien. Dort standen die Knollen der Urkartoffel bereits 8.000 Jahre v. Chr. auf dem Speisezettel. Mit der heutigen Kartoffel hatte diese Wildpflanze nicht viel gemeinsam, denn die nur haselnussgroßen Knollen schmeckten wegen des hohen Gehaltes an Solanin kratzig.
Die Inkas entdeckten schließlich die große Stärke der Kartoffel, die ihr zum Durchbruch verhelfen sollte. In 3.000 bis 4.000 Metern über dem Meeresspiegel, wo der Mais nicht mehr wuchs, gedieh die Kartoffel prächtig. Sie kultivierten die Pflanze, schufen hunderte Sorten und entwickelten eine Art Gefriertrocknung, um die Knollen für Jahre haltbar zu machen. Sie setzten dazu die Frost unempfindlichen Knollen mehrere Wochen der Sonne und den Nachtfrösten aus, um ihnen die ganze Feuchtigkeit zu entziehen. Diese „chunos“ werden in den Anden noch heute so hergestellt.
Die „papas“, wie die Inkas die Kartoffeln nannten, waren nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch Medizin und Kultgegenstand. Sie verehrten die Kartoffelgöttin „Aromama“ und die Kartoffel als Fruchtbarkeitssymbol. Wie wichtig die „papas“ für die Inkas waren, zeigt, dass sie sogar Zeiteinheiten schufen, die von der Kartoffel abhängig waren. Eine der Maßeinheiten war die Kochzeit einer Kartoffel.








