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Kartoffelapotheke
Wer würde in der Kartoffel ein gutes Hausmittel vermuten? Sie enthält Stärke, Schleimstoffe, Vitamin C, Kalium und Solanin und ermöglicht eine Fülle von einfachen Anwendungen für kleinere Beschwerden. Was die Inkas schon wussten, empfahl 500 Jahre später Pfarrer Sebastian Kneipp seinen Patienten: Mehlige Erdäpfel für Kartoffelumschläge und festkochende für den Kartoffelsaft.
Roher Kartoffelsaft
Saft aus rohen Kartoffeln enthält Solanin und Schleimstoffe. Er wirkt im Magen säurehemmend, krampflösend und hilft bei Sodbrennen, zuviel Magensäure und leichter Gastritis. Es empfiehlt sich, den Saft teelöffelweise vor den Mahlzeiten einzunehmen. Kurzzeitig und in kleinen Mengen eingenommen ist das ansonsten giftige Solanin unbedenklich.
Äußerlich angewendet hilft er bei leichten Verbrennungen, Entzündungen und Insektenstichen, mit Olivenöl vermischt bei rissiger Haut und leichtem Sonnenbrand.
So wird es gemacht:
1. Rohe Kartoffeln schälen und fein reiben.
2. Den Brei in ein feines Tuch füllen und den Saft in ein Glas pressen.

Kartoffelumschläge
Wenn Wärme hilft.
Gekochte Kartoffeln sind hervorragende Wärmespeicher. Überall dort, wo feuchte Wärme erwünscht ist, werden Kartoffelumschläge empfohlen. Sie bringen Linderung bei Muskelverspannungen, Hexenschuss oder Halsschmerzen.
So wird es gemacht:
1. Kartoffeln in der Schale kochen und anschließend in ein Leinensäckchen oder Mulltuch füllen.
2. Kartoffeln zerdrücken bis eine homogene Masse entsteht.
3. Den Kartoffelbrei auf 40-45 Grad Celsius abkühlen lassen und auf die gewünschte Stelle legen.
Wenn Kälte hilft.
Ein Umschlag aus rohen Kartoffeln kühlt sehr gut und schafft Linderung bei leichten Verbrennungen oder Verstauchungen.
So wird es gemacht:
1. Zwei bis drei große rohe Kartoffeln schälen und mit einer Küchenreibe fein raspeln.
2. Die Kartoffeln in ein Leinensäckchen oder Mulltuch geben und auf die betroffene Stelle legen.
3. Wenn der Kühlungseffekt erlischt, durch Neue ersetzen.







