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Von der Grundbirn zum Erdapfel.

Zählen Grundbirnen und Herdäpfel zum Obst? Sind Tüffel mit Trüffeln verwandt oder Krumbeeren mit Erdbeeren? Bevorzugt der Österreicher Bramburi oder Eachtling? Die Fragen sind leicht zu beantworten. Es sind nur einige von rund tausend Namen für die Kartoffel, genauso wie Klötzchen, Knedel, Nudel, Erber oder Tuwecken. Kaum ein anderes Lebensmittel ist mit so vielen verschiedenen Ausdrücken bedacht worden wie die Kartoffel - in jeder Mundart und in jeder Gegend mit einem eigenen Knollennamen.

Die Inkas legten den Grundstein für die Namensfülle. Ihre „papas“ bezeichneten die spanischen Entdecker als „batatas“, woraus die Engländer „potatoes“ machten. Die Italiener hingegen nannten sie „tartufoli“, da die Kartoffeln kleinen Trüffeln ähnlich waren. Bis das deutsche Wort Kartoffel geboren wurde, sollte es jedoch noch dauern. Erst 1793 findet sich dieser hochdeutsche Name der Knolle erstmals in einem Wörterbuch. Von „tartuffeln" über „artuffel" und „artoffel" wurde schließlich aus der italienischen Bezeichnung für Trüffel die „Kartoffel“.

Die lateinische Bezeichnung „Solanum tuberosum (esculentum)“ hingegen erhielt die Kartoffel schon viel früher. Der Basler Arzt Caspar Bauhin ordnete die Pflanze den Nachtschattengewächsen zu und gab ihr 1620 die bis heute gültige lateinische Bezeichnung, die soviel wie „(essbarer) knolliger Nachtschatten“ bedeutet.  

Die Namensfindung.  
aardappel niederländisch
   
batata portugiesisch, arabisch
   
batate griechisch
   
brambory tschechisch, aus Brandenburg importierte Kartoffel
   
cartof rumänisch
   
erdapfel österreichisch
   
gromber letzeburgisch (in Luxemburg)
   
härdöpfel schweizerdeutsch
   
kartafla isländisch
   
krumpir kroatisch
   
patata spanisch, italienisch
   
peruna finnisch
   
potato englisch
   
pommes de terre französisch
   

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